Genie oder Wahnsinn? - celox sailing SICHERHEIT
Sicherheit an Bord – Was würdest du tun, wenn ein schöner Schwell in der Hafeneinfahrt steht, das Wetter schlechter wird und der nächste große Hafen rund 24 Stunden entfernt ist?
Dieser 40 Fuß Katamaran versucht die Brecher im Southport Seaway auf Tasmanien zu nehmen. Wert des Perry Katamarans rund 500.000 Australische Dollar (umgerechnet 410.000 EUR). Die Frage die sich stellt ist wohl eine sehr Grundlegende: Wieviel Risiko gehe ich bei diesem Manöver ein? Kann der Katamaran einen Überschlag bei brechenden Wellen überstehen? Wie kann ich die Sicherheit an Bord garantieren?
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1. auf die offene hinaus steuern und wenn möglich ablaufen – die meisten Stürme dauern nicht ewig – dann zurück in den Hafen
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Da sieht man wieder einmal wie nahe die Realität dem Wahnsinn ist. Ich bin auch Catamaran – Eigner (Lagoon 450) und würde das Risiko nicht eingehen, obwohl es machbar ist, wie man sieht. Es gilt somit das Sprichwort: “wer bremst verliert”!
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Natürlich wäre es am sichersten, das Schiff raus auf die offene See zu steuern, um abzuwettern. Da es aber sein kann, dass die Lokale bis dahin geschlosen sind, oder aber die Fischplatten restlos ausverkauft sind, bis wir zurück sind, ist es am Sinnvollsten die Luken dicht, den Mast umlegen und dann nichts wie rein. Anker backbord und steuerbord fallen lassen, Manöverschluck und rein ins Beiboot.
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Ganz schön “cool”!
Mit der “7er Regel” die dritte nach der grössten Welle abwarten und dann mit Vollgas durch.
Ähnliches hatten wir im April 2005 vor Benalmadena/Malaga bei 3 m ESE-Welle, da standen die Brecher
auch vor der Hafeneinfahrt. Anschliessend war noch ein 90° Steuerbord-Dreher notwendig.
Im Surf hinein und herum – gefilmt hat da aber keiner…. das Foto ist vom nächsten Morgen. -
Absoluter Wahnsein, reiner Zufall, dass es geklappt hat. Bin ja durchaus für manchen Unsinn zu haben, aber da hört sich der Spaß auf – fällt mir nichts lustiges oder gar cooles dazu ein!!!
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ein tiefer aufnahmestandpunkt, gegenlicht, stativ und lange brennweite haben die beiden sequenzen mitgestaltet und spektakulär gemacht.
aber ganz so dramatisch ist die realität für einen erfahrenen cateigner, noch dazu aus hobarth, mit kenntnis der beiden lagunenartigen einfahrten nicht. lese nach bei wolgang hausner.
einfahrt breit (~100m) – nur feinster sand – langsam (ev. retourgänge) näher – länger gut beobachten aus nächster nähe – wellenrythmus einprägen – eigene vollgasbeschleunigung vergewärtigen – guten stand haben und sicht nach achtern – im dünungswellenabstand schiff genau ausrichten wenn hohe welle anrollt – ruder schnell festlaschen (ja nicht mit dem ruder zu steuern versuchen!) – ordentlich gas und wenn nötig auch vollgas um im surfbereich zu bleiben – und jetzt das wichtigste: durch rausnehmen von gas (im video an der stb-maschine) möglichst genau im rechten winkel vor der brandungswell bleiben (winkel wichtiger als tempo) – durch ist man(n). wenn das herz wieder in der hose gefunden wurde – manöverschluck!
dies theorie, in der praxis gibts noch einige dinge zu beachten, aber würde zu viel für hier sein.
ich denk, an manch 3. sciroccotag nach grado hinein ists um keinen deut einfacher.



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